Die unterhaltsame Jagd des alten Alleinunterhalters Karl Gockelmann durch die Stimmungen der Zeit, durch niedergedrückte Ratlosigkeit und bittere Ahnungen, zu einer liebevollen und solidarischen Haltung voller Heiterkeit (Stück im Stück ist die Geschichte „Vom Neckar und seinen Leuten" – siehe auch hier – und die Nervensäge schlechthin ist Olli Garch) kam bei bei der Vorpremiere bestens an.

„Wahnwitzige geistige Neckarfahrt“ titelte die Lokalzeitung. Ihr Autor schrieb unter anderem: „Mit seinem Figurentheaterstück ,Der Delfin im Zipfelbach’ hat Jochen Faber alias Karl Gockel­mann am Samstagabend das Publikum im Besigheimer Warte­saal auf eine ebenso fantasievolle wie nachdenkliche Reise mitge­nommen - und zwischen Kasper, Gretel, Liedern, skurrilen Dialo­gen und gesellschaftlichen Be­trachtungen einen surrealen Kos­mos aufgespannt, in dem Hu­mor, Kritik und Philosophie eng beieinander lagen.“

Und weiter: „Der betagte Alleinunterhalter, den er verkörperte, steht nach der Nachricht vom Verlust seines Zuhauses vor den Trümmern sei­nes bisherigen Lebens. Doch statt zu verzweifeln, hält er sich an dem fest, was ihm geblieben ist: Geschichten, Lieder, Figuren und Fantasie. Dabei brachte Fa­ber die Besucherinnen und Besucher von den vertrauten Land­schaften Württembergs bis an die Grenzen des menschlichen Verstandes. […]

Besonders eindrucksvoll waren die Dialoge zwischen Faber und seinem Kasper. Mit feiner Ironie sprach dieser über die moderne Medienwelt und soziale Netzwer­ke. ,Ich schlag' den Leuten die Zeit tot’, erklärte die Figur und stellte damit die Frage nach dem Sinn vieler digitaler Zerstreuun­gen. Aus dem Kürzel KI machte der Kasper kurzerhand ,Komi­scher Irrsinn’ und traf damit den Nerv vieler Zuhörer. […]

Später wechselte die Stimmung, als Fa­ber im rockigen E-Gitarren-Mo­dus das Lied von der ,Auftrags­mörderin’ präsentierte. Zwi­schen schwarzem Humor und scharfer Gesellschaftskritik zeichnete er an diesem Abend ein Bild einer Welt, in der Verant­wortung gerne auf andere abge­schoben wird.“

Ein Zuschauer schrieb: „Ein wunderbarer Theaterabend mit vielen Figuren und einem gelungenen Spagat zwischen Humor und aktueller Gesellschaftskritik, die Jochen Faber aber sehr sympathisch verpackt hat.“




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